Nach dem Aus für Moderatorin Julia Ruhs beim NDR fordert CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann eine grundlegende Kurskorrektur im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Seiner Ansicht nach müsse der Auftrag neu definiert und das Gebührenmodell auf den Prüfstand gestellt werden, berichtet die Welt.
Im Gespräch mit WELT TV nannte Linnemann die Vorgänge rund um Ruhs „einen neuen Tiefpunkt in Sachen Debattenkultur in Deutschland“. Er warnte vor einer wachsenden Stimmung, „man darf nicht mehr alles sagen, ansonsten wird man in eine bestimmte Ecke gestellt“. Besonders scharf kritisierte er, dass nun auch Beschäftigte innerhalb der Sender von Projekten ausgeschlossen würden, nur weil sie als zu konservativ empfunden würden. „Das ist richtig bitter“, so Linnemann.
Der CDU-Politiker schlug vor, die Rundfunkabgabe nicht wie vorgesehen anzuheben, sondern auf dem derzeitigen Niveau von 18,36 Euro einzufrieren. „Ich finde, man muss jetzt beispielsweise klar sagen: Wir frieren die Gebühren auf dem jetzigen Niveau bis auf Weiteres ein, damit endlich Druck entsteht, damit Reformen passieren.“
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