Streitthema Arbeitsmarkt: Die Politik predigt Zuwanderung, die deutsche Wirtschaft setzt dagegen auf KI

vor 9 Monaten

Streitthema Arbeitsmarkt: Die Politik predigt Zuwanderung, die deutsche Wirtschaft setzt dagegen auf KI
Bildquelle: NiUS

Während die Politik weiterhin erzählt, dass Zuwanderung die Probleme des Fachkräftemangels am Arbeitsmarkt lösen soll, steuern deutsche Unternehmen in eine ganz andere Richtung. Sie setzen immer mehr Künstliche Intelligenz ein, um Arbeit zu automatisieren, die vorher Menschen gemacht haben. Dafür werden massiv Stellen abgebaut. Und noch viel mehr Stellen gar nicht erst neu oder nachbesetzt. Für die Regierung von Merz und Klingbeil ist das allerdings kein Thema. Dabei ist es eine tickende Zeitbombe für das deutsche Sozialsystem.

Der demographische Wandel trifft den deutschen Arbeitsmarkt mit voller Wucht. Von den 34,2 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind 7,8 Millionen zwischen 55 und 65 Jahre alt – das entspricht 23 Prozent. Ein knappes Viertel der Belegschaft wird also in den kommenden zehn Jahren ausscheiden. Noch vor zehn Jahren lag dieser Anteil bei nur 17 Prozent. „Die Babyboomer sind jetzt in dieser Altersgruppe angekommen“, erklärt BA-Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach im Handelsblatt. Die Entwicklung stellt Politik und Unternehmen vor mehrfache Herausforderungen.

BA-Vorstandsmitglied Daniel Terzenbach

Während die Unternehmen reagieren, hat die Politik den Ernst der Lage noch nicht verstanden und diskutiert Fragen, die sich in der Realität gar nicht mehr stellen. Denn immer mehr Unternehmen in Deutschland stellen um auf Automatisierung und KI. Damit werden Stellen gestrichen oder frei gewordene Stellen einfach nicht mehr nachbesetzt. Weil KI die Jobs übernimmt. Das ist gleichzeitig eine tickende Zeitbombe für das deutsche Sozial- und Rentensystem: Immer mehr Menschen gehen in Rente, immer weniger Menschen zahlen ist System – weil KI den Job übernimmt, aber keine Sozialabgaben zahlt.

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