Die Zuwanderung in die Europäische Union hat ein historisches Hoch erreicht. Man sage uns etwas Neues. Und das, obwohl die Asylzahlen in Deutschland zurückgegangen sind. Deutschland steht erstmals seit 2015 nicht mehr an der Spitze der EU-Asylstatistik. Aber die Bundesrepublik – also jene, die sie regierten – hat sich über Jahre an die Spitze der europäischen Asyl- und Migrationsstatistik importiert. Jetzt weicht Schwarz-Rot ganz leicht zurück. Aber Deutschland gehört noch immer zu den Hauptzielländern für illegale Migration in der EU.
Zählt man die im Ausland geborenen Einwohner der EU-Staaten, so kommt man auf rund 64 Millionen (Stand 2025), während es im Jahr 2010 nur 40 Millionen waren. Das hat eine Studie des Zentrums für Forschung und Analyse der Migration (CReAM) bei der Rockwool Foundation Berlin ergeben, für die Zahlen der Europäischen Statistikbehörde Eurostat und des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) benutzt wurden.
64 Millionen. In der EU gibt es heute demnach eine im Ausland geborene Bevölkerung, die fast so groß ist wie die Bevölkerung von Frankreich und größer als die von Italien. Eine siebenfache Schweiz oder Österreich oder Ungarn mal sieben wurde aufgenommen.
Sicher sind nicht alle diese Einwanderer illegal und über das Zauberwort Asyl eingereist. Viele von ihnen sind aus einem EU-Land ins andere migriert, ohne dabei ihre persönlichen Papiere zu entsorgen. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Aber die großen Tendenzen der Statistik hängen eben doch mit Ereignissen wie dem syrischen Bürgerkrieg, dem Einreisehindernis Covid-19 und dem Krieg in der Ukraine zusammen. Man kann sehen, wie die Kurve erst steiler wird, dann kurz für zwei Corona-Jahre abflacht, um dann wieder deutlich Fahrt aufzunehmen, mehr als zuvor.
Quelle: ROCKWOOL Foundation Berlin, Institute for the Economy and the Future of Work (RFBerlin)
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