Im österreichischen Feldkirch in Vorarlberg kam es am vergangenen Mittwoch am örtlichen Landgericht zu einem Prozess gegen einen 25 Jahre alten Syrer. Ihm wurde vorgeworfen, aus Rache ein Fake-Profil einer jungen Frau auf Instagram erstellt zu haben, die zuvor Sex mit ihm abgelehnt hatte. Auf dem Fake-Profil nutzte er freizügige Fotos von ihrem eigentlichen Account und versah diese mit anzüglichen Texten. Er verknüpfte das Fake-Profil mit dem echten Profil der jungen Frau. Dies berichteten mehrere österreichische Medien.
Durch die Racheaktion des Syrers, der einer geregelten Arbeit nachgeht und als gut integriert galt, entstand der Eindruck, dass sie sexuelle Kontakte suche. „Ich habe monatelang psychisch darunter gelitten“, erklärte die Betroffene ihre Situation. Sie forderte daher für ihr Leiden Schadensersatz in Höhe von 3.500 Euro. Vom Gericht wurde ihre Forderung jedoch abgelehnt.
Der Syrer, der zunächst abstritt, die junge Dame überhaupt zu kennen, im Laufe des Prozesses aber zumindest zugab, sie im Jahr 2016 einmal getroffen zu haben, wurde vom Gericht für schuldig befunden. Wegen des Tatbestands der „fortdauernden Belästigung im Wege der Telekommunikation“ wurde er zu einer Geldstrafe in Höhe von 1.600 Euro verurteilt. Die Verurteilung ist noch nicht rechtskräftig.
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