Am Donnerstag berichtete die Tagesschau über den Besuch des südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa im Weißen Haus. Während der Konfrontation mit Genozidvorwürfen (mehr dazu hier) ließ US-Präsident Donald Trump dabei auch ein Video vorführen, das den südafrikanischen Gedenkort des „Witkruis Denkmals“ zeigt; eine Straße, an der tausende weiße Kreuze für ermordete, vor allem weiße, aber auch schwarze, Bauern aufgestellt wurden.
Die Tagesschau, die Vorwürfe vonseiten Trumps gegen die südafrikanische Regierung umgehend kritisch einordnen ließ und dafür nicht näher genannte Experten aufführte, berichtete dabei in einem Fall faktisch falsch: Unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP hieß es im Artikel, dass die Aufnahmen des Gedenkorts offenbar „aus der Demokratischen Republik Kongo – nicht aus Südafrika“ stammen würden. Diese Meldung ist falsch, das „Witkruis Denkmal“ ist gut dokumentiert.
Doch nicht nur die Behauptung, dass das „Witkruis Denkmal“ im Kongo und nicht in Südafrika steht, ist falsch, sondern auch die Berufung auf die AFP. Diese hatte das nämlich nie behauptet. In einem Artikel der Nachrichtenagentur ist nur von einem Foto die Rede, nicht von einem Video, das durch Trump fälschlicherweise Südafrika zugeordnet wurde. Die AFP hatte also, im Gegensatz zu dem, was die Tagesschau behauptet, Trump nie einen solchen Fehler vorgeworfen.
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