Die ARD präsentiert ihre alten weißen Ermittler aus München und Köln in passender Umgebung, nämlich in Agatha-Christie-Manier auf den Brettern, die die Welt bedeuten, in klassischen Krimi-Strickmustern. Während draußen die Realität und der Frost beißen, Stromversorgung, Verkehr und Finanzen unter Gefrierbrand leiden, verströmen die Sonntagskrimis lauwarme Wellen aus einer längst verblichenen Vergangenheit.
Hier gibt es Mega-Bauskandal-Ruinen, Neubau der Kölner Oper – hier in der WDR Doku erklärt – die doch eigentlich schon ganz toll aussehen, Machosprüche (Mordopfer Willi Köpke, gespielt von Aljoscha Stadelmann nennt Opernsternchen Valerie Schmitt, gespielt von Hannah Schiller, „Aschenputtelchen“) und schwule türkische Regisseure (Theater München, Akim Birol, gespielt von Thiemo Strutzenberger), die sich zotige Polizistensprüche gefallen lassen müssen.
Ivo Batic, gepielt von Miroslav Nemec, zu ihm: „Ist der nicht, wie sagt man, ihr Freund?“. Es gibt klassisches Handwerk (Schuhmacher und Schneiderinnen), Einladungen zum Feierabendbier (von Technikerin Eva Krüger, gespielt von Katja Bürkle), die Bremer Stadtmusikanten und schöne alte Fahrzeuge (Tatort Köln: 76er Opel Diplomat und VW T3 „Bulli“ California-Wohnmobil) als besondere Schmankerl.
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