„The Long Walk“ dürfte ohne weiteres das beste „Feel-Bad-Movie“ des Jahres sein. Und dennoch ist er eine Ode an Freundschaft, Kameradschaft und Menschlichkeit. Und durchaus tiefgängiger, als man es von einem Hollywoodfilm erwarten sollte.
1979 veröffentliche ein weitgehend unbekannter Autor namens Richard Bachman seinen zweiten Roman, „The Long Walk“, an dem er schon seit seiner Zeit als Student in den späten 60ern herumgedoktert hatte. Es verkaufte sich mäßig, was dem jungen Autor aber egal sein konnte, denn er hieß nicht wirklich so – sondern Stephen King – und schrieb laut eigener Aussage deshalb unter einem Pseudonym, weil seine Verleger der Meinung waren, mehr als ein veröffentlichter Roman pro Jahr würde seine Seriosität als Autor bei Kritikern und Fans untergraben.
Die Erwartungshaltungen an ihn als Horrorautor – „Carrie“, „Brennen muss Salem“, „The Shining“ und „Das letzte Gefecht“ waren bereits erfolgreich erschienen – konnte er hier mal genüsslich über Bord werfen, also erdachte er eine Handlung abseits des Übersinnlichen, aber durchaus gespickt mit anderen Grausamkeiten.
Der Film „The Long Walk – Der Todesmarsch“ (Regie: Francis Lawrence) kommt am 11. September 2025 in die deutschen Kinos.
„The Long Walk“ spielt in einer dystopischen Version der Vereinigten Staaten, die inzwischen von einem Tyrannen regiert werden und der seit Jahren ein ganz besonderes Sportereignis veranstaltet: einen langen Marsch, an dem junge Männer aus allen Staaten des Landes teilnehmen können, sollten sie die dazugehörige Lotterie gewinnen. An der fast alle teilnehmen, schließlich erwarten den Gewinner unermessliche Reichtümer.
Der lange Marsch: 50 junge Männer laufen eine Straße entlang, soweit sie die Füße tragen, umringt von Militärfahrzeugen und schießbereiten Soldaten.
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