Thyssen-Krupp hat alles überlebt, nur nicht den grünen Stahl

vor mehr als 1 Jahr

Thyssen-Krupp hat alles überlebt, nur nicht den grünen Stahl
Bildquelle: NiUS

Jeder fünfte Arbeitsplatz in Duisburg hat mit Stahl zu tun. Und der Stahl hat einen Namen: Thyssenkrupp. Bärbel Bas, Präsidentin des Deutsche Bundestages, stammt aus Duisburg. Sie sagt: „Der Stahlstandort Duisburg muss eine Zukunft haben. Denn am Stahl hängen bei uns zehntausende Arbeitsplätze, hinter denen Familien und Lebensgeschichten stehen. Aber auch für unser ganzes Land ist unsere heimische Stahlindustrie unverzichtbar – Deutschland sollte sich bei diesem wichtigen Rohstoff nicht abhängig machen.“ Wie wahr, wie wahr. Aber Deutschland sollte seinem wichtigsten Stahl-Produzenten nicht Dinge aufbürden, die Stahlkocher nicht stemmen können. Wer je an einem Hochofen stand, weiß zweierlei: Mit Windmühlenflügeln sind die nicht zu beheizen. Und: „grünen Stahl“ (also sauberen Stahl) wird es nicht geben, jedenfalls nicht so sauber, wie sich das Robert Habeck vorstellt.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)

Thyssenkrupp Steel ist Deutschlands größter Stahlerzeuger. 23 000 Menschen sind dort beschäftigt, allein 13 000 in Duisburg. Die Branche leidet seit langem unter Konjunkturschwäche und Billigimporten. Und nun schreckt eine Meldung die Belegschaft auf, die das Handelsblatt als erstes veröffentlichte: Thyssenkrupp überprüft Pläne, die den grünen Umbau zum Ziel haben. Im Klartext heißt das – das Vorzeige-Klimaschutz-Projekt des grünen Wirtschaftsministers Robert Habeck droht zu scheitern. Thyssenkrupp stellt die Umstellung seiner Stahlproduktion auf „grünen Stahl“ mit Wasserstoff ernsthaft infrage. Deutschlands Stahl-Riesen könnte das Aus ins Wanken bringen – und den Steuerzahler Unmengen an Geld kosten.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel