Der sich selbst als non-binär (Menschen ohne Geschlecht) identifizierende René Hornstein verklagt die irische Airline Ryanair auf 5.000 Euro. Der Grund: Die Fluggesellschaft gibt bei der Buchung eines Fluges dem Käufer keine genderneutrale Anrede als Option an. Hornstein sieht in dem Vorgang eine Diskriminierung von Personen ohne Geschlecht. 5.000 Euro will der Transsexuelle deswegen jetzt vor dem Zivilgericht Berlin als Schmerzensgeld erstreiten – schließlich musste er bei der Buchung ein Geschlecht für sich auswählen. Darüber berichtet die BZ.
Hornstein selbst ist schon länger im Bereich Queerpolitik unterwegs. Er ist unter anderem Gründungs- und Vorstandsmitglied im Bundesverband „Trans*“. Der Bundesverband setzt sich für die Rechte von Transsexuellen ein – und wird dafür vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Aktionsprogramms „Demokratie leben“ gefördert (Apollo News berichtete). Dieses wird von der Grünen-Politikerin Lisa Paus geführt.
Die Wahl einer unzutreffenden Anrede empfindet Hornstein als einen Eingriff in sein Persönlichkeitsrecht. Das bestreitet die Gegenseite vehement. Hornstein ist eingeschnappt: „Eine solche Buchung versaut mir den Tag“ sagt er zur BZ. Dabei ging es um die Buchung eines Fluges nach Gran Canaria 2021, bei dem Hornstein dies auffiel. Spannend: In 2023, 2024 und 2025 buchte Hornstein nochmals via Ryanair Flüge nach Gran Canaria – obwohl Ryanair bis heute nur die Optionen „Herr“, „Frau“ und „Fräulein“ anbietet.
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