Insgesamt 11.000 Euro – so viel hat es die Stadt Hannover gekostet, an 41 Kita-Tagesstätten „queere Bücherkisten” zu verteilen. So sollen die „queeren Lebensrealitäten bereits im frühen Kindesalter sichtbar“ gemacht werden, erklärt die Stadt der NOZ das Projekt. Auch andere Familienkonstellationen als die „sogenannte traditionelle Vater-Mutter-Kind-Familie“ sollen dargestellt werden. Die konkrete Auswahl für die Bücherkiste sei von der städtischen Beauftragten für sexuelle Vielfalt und einem „queerer Mitarbeiter*innenstammtisch” getroffen worden.
Wie die Hannoverschen Allgemeine Zeitung berichtet seien die Bücherkisten aus Restmitteln des Haushaltes finanziert worden, jede Kiste kostet rund 270 Euro für insgesamt 14 Bücher und eine Empfehlungsliste mit 65 weiteren Büchern. Der „Familieblog Hannover” der Landeshauptstadt hat auf Instagram bekannt gegeben, welche 14 Vorlesebücher enthalten sind. Darunter befindet sich zum Beispiel das Buch „Teddy Tilly”, in dem es um einen Teddy namens Thomas geht, der lieber ein Mädchen als ein Junge sein will und Tilly genannt werden möchte. „In diesem Bilderbuch geht es um viel mehr, als um das Thema Transgender. Es ist eine zauberhafte Bilderbuchgeschichte, in der es um den Mut zum Anderssein geht”, heißt es im Klappentext auf der Verlagswebseite.
Auch das Buch „Julian ist eine Meerjungfrau” ist Teil der Bücherkiste. Das Buch richtet sich an Kinder ab vier Jahren. In der Geschichte geht es um Julian, der Meerjungfrauen liebt. In der U-Bahn sieht er drei Frauen, die auf extravagante Weise als Meerjungfrauen verkleidet sind. Zuhause verkleidet er sich dann ebenfalls. Erzieher können im Anschluss dann gleich das Nachfolgebuch „Julian feiert die Liebe” vorlesen. Darin ist der Hauptcharackter auf einer Hochzeitsfeier zweier Frauen und knüpft dort eine neue Freundschaft – das Buch soll Individualität, Diversität und Vielfalt abbilden.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











