Eine führende Vertreterin der deutschen Psychotherapeuten ist nach einer Videoaffäre zurückgetreten. Sabine Maur legte am Montag ihre Ämter als Präsidentin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz und als Vizepräsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer nieder.
Auslöser ist die Veröffentlichung eines Mitschnitts aus einer Fortbildungsveranstaltung im September 2025. Darin spricht Maur über Indikationsschreiben für geschlechtsangleichende Maßnahmen, für die Patienten eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse beantragen.
In dem Video erklärt sie, dass die nicht-binäre Identität eines Patienten in diesen Schreiben nicht auftauchen dürfe, weil sonst die Kostenübernahme scheitere. Wörtlich sagt sie: „Und dann dürfen sie es aber nicht in ihr Indikationsschreiben reinschreiben, weil sonst automatisch die Ablehnung durch die Krankenkasse erfolgt.“
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