Der am Dienstag veranstaltete Wirtschaftsgipfel sollte ein exklusives Treffen einiger ausgewählter Industrievertreter mit Olaf Scholz werden, um „weitere Maßnahmen“ zur Sicherung der Industrie in Deutschland zu besprechen. Die hinter verschlossenen Türen im Kanzleramt abgehaltenen Gespräche sollten für den Bundeskanzler vor allem Symbolkraft haben – eine Teilnehmerliste oder anschließende Pressekonferenz gab es nicht.
Dennoch sind einige Informationen durchgesickert: Laut Table.Media sollen sogar die handverlesen eingeladenen Industrievertreter Scholz mit einer kritischen Analyse der derzeitigen Situation konfrontiert haben. Allen voran Markus Steilemann, Präsident des Verbands der Chemischen Industrie, und Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, sollen vor den Konsequenzen der hohen Energiekosten und der steigenden Bürokratie in Form der Berichtspflichten gewarnt haben. Würde der Staat nicht ernsthaft tätig werden, stünde der Industriestandort Deutschland endgültig vor dem Aus.
Scholz inszenierte sich nach dem Gipfel als bemüht. Mit den Gesprächsergebnissen möchte der SPD-Politiker konkrete Vorschläge erörtern lassen, wie Industrie-Arbeitsplätze gesichert werden sollen und der Industriestandort Deutschland gestärkt werden kann. Konkretere Aussagen gab es jedoch nicht – die soll die Bundesregierung in einem „Pakt für die Industrie“ finden. Während des Treffens soll Scholz den Industrievertretern Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten versprochen haben, über die sich die Ampel bis Dezember einig werden soll, so Table.Media – aber bereits im November soll der Bundeshaushalt für 2025 beschlossen werden.
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