Der Export von H200-Chips der Firma Nvidia aus den USA nach China ist wieder freigegeben. Darauf hat sich US-Präsident Donald Trump vor einigen Tagen mit Peking geeinigt. Im Gegenzug wird eine Abgabe von 25 Prozent fällig. Das ist kein Zoll, kein klassisches Steuerungsinstrument – das ist eine Tributzahlung. Eine offene Anerkennung amerikanischer Tech-Dominanz im Kernbereich der High-End-Chips. Der Handelsstreit zwischen den USA und China erreicht damit einen Wendepunkt.
Der Vorgang gibt einen Hinweis auf Chinas Rückstand auf die amerikanische Konkurrenz in diesem Segment. Peking muss – vorerst – die technologische Oberhoheit Washingtons anerkennen. Die USA kontrollieren das Nadelöhr der modernen Chipproduktion, jene Reaktoren der neuen Ära der künstlichen Intelligenz. Kurz gesagt: Wer diese Chips baut, dominiert die Ökonomie der Zukunft und bestimmt das Tempo zivilisatorischen Fortschritts.
Für Europa sind das düstere Aussichten. Mit einem Anteil von rund acht Prozent an der gesamten globalen Chipproduktion, ohne Zugang zu den High-End-Komponenten, spielt die EU lediglich die Rolle des Statisten. Wir müssen nun anerkennen, dass der Rest der Welt faktisch zu Mietern amerikanischer Rechenleistung wird – „Made in USA“ steht vor einem sagenhaften Comeback und gibt der politischen Führung einen weiteren strategischen Hebel an die Hand.
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