Was wären die etablierten Machtkartellparteien nur ohne die Regierungsfunker von ARD und ZDF. Ohne die tagesschau-gläubigen Ü70-Wähler wäre an kanzlertaugliche Wahlergebnisse gar nicht mehr zu denken. Und wo kann sich ein Friedrich Merz schon besser vom mühsamen Regierungsgeschäft erholen als auf Wohlfühlterminen wie dem ARD-Sommerinterview.
Alles ist super, denn ich, Friedrich Merz, bin jetzt ja endlich Kanzler: Die Botschaft troff dem freundlich Interviewten aus allen Knopflöchern. Die Plauderei auf den luftigen Betonhöhen der Parlamentsklotzbauten über der Spree hätte auch gleich der Regierungssprecher führen können. Oder irgendein Aktentaschenträger aus dem Konrad-Adenauer-Haus.
Die Fragen: Lauter harmlose Stichwortkärtchen. Die geplatzte Richterwahl? Nichts, was uns umwirft, machen wir nächstes Mal besser, werden wir in Ruhe besprechen – Merz wiederholt es so oft, als glaube er selber nicht, womit er das Volk für dumm verkaufen will.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











