Die in Dresden eingestürzte Carolabrücke sorgt nach wie vor für massives Verkehrschaos. In der Nacht zu Donnerstag kam es nun zu einem weiteren Spannstahlbruch. Wie die Stadtverwaltung Dresden hieraufhin mitteilte, muss der Schifffahrtsverkehr für 72 Stunden gänzlich eingestellt werden. Insofern bis Sonntagabend keine weiteren Schäden auftreten, plant die Stadtverwaltung Dresden in Absprache mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt Elbe, begrenzte und überwachte Schiffspassagen wieder zu erlauben.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Schifffahrtsverkehr wegen eines Spannstahlbruchs ausgesetzt werden musste. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bereits am 19. Februar, als Sensoren einen Spanndrahtbruch entdeckten und die Schifffahrt vorübergehend eingestellt wurde. Die Hauptursache für den Einsturz und die aktuellen Schäden an den verbliebenen Teilen der Carolabrücke ist eine Spannungsrisskorrosion der im Beton verbauten Spannstahlglieder.
Bei einem Versagen zu vieler dieser Glieder wird die Tragfähigkeit der Brücke beeinträchtigt. Die Stadtverwaltung Dresden hat nun eine Firma mit dem baldigen Abriss der noch stehenden Brückenzüge A und B beauftragt. Wann dieser vollendet sein wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch noch völlig unklar. Die Stadtverwaltung teilte lediglich mit, dass man mit den Vorbereitungen für den Abriss begonnen habe.
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