Israelische Fans unerwünscht: In Birmingham sollen die Anhänger des Maccabi Tel Aviv ausgeschlossen werden, wenn ihr Verein Anfang November auf den englischen Club Aston Villa treffen wird.
Vorgeschoben werden „Sicherheitsbedenken“. Die Polizei zeigt sich erleichtert – dort will man Szenen wie in Amsterdam vermeiden. Im November 2024 hatten pro-palästinensische Antisemiten nach dem Spiel von Ajax Amsterdam gegen Maccabi Tel Aviv – ebenfalls ein Spiel im Rahmen der Europa League – Jagd auf Juden gemacht.
Zuvor hatten sie sich in Chats organisiert und planmäßig zur Judenhatz verabredet. Verstörende Szenen, Juden, die auf europäischen Straßen verfolgt, angegriffen, verprügelt wurden, fluteten das Netz, woraufhin sich umgehend ein Umdeutungsmechanismus in Gang setzte: Obwohl klar war, dass es sich hier um gezielte Gewalt gegen Juden handelte, versuchten antiisraelische Kräfte, die Vorgänge als Ausschreitungen verfeindeter Hooligans darzustellen – wo keine vollkommene Täter-Opfer-Umkehr möglich ist, soll möglichst relativiert werden, aus welcher Ecke die Gewalt tatsächlich kommt.
Diese Strategie kommt nicht von ungefähr. Die Taktik, als eigentlichen Aggressor Israel und damit das Judentum zu identifizieren, weshalb dann auch der einzelne Jude – freilich äußerst bedauerlicherweise – selbst mittelbar für die Gewalt verantwortlich ist, die ihm widerfährt, entspricht dem allseits bekannten und bestens erprobten Vorgehen muslimischer Antisemiten.
Dass man andererseits jene in die Pflicht nehmen könnte und sollte, die nicht dazu in der Lage sind, zwischen der Politik eines Staates und seinen Bürgern zu unterscheiden, ja, die nicht einmal zwischen den Angehörigen einer Religion und den Angehörigen eines Staates unterscheiden wollen, wird nicht einmal in Betracht gezogen: Muslimische und linke Gewalttäter dürfen schalten und walten, Juden müssen unsichtbar werden, auch per Zwang, natürlich zu ihrer eigenen Sicherheit.
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