Kiews Korruptions-Skandal: Rücktritte, Festnahmen, Flucht – was wusste Selenskyj?

vor 7 Monaten

Kiews Korruptions-Skandal: Rücktritte, Festnahmen, Flucht – was wusste Selenskyj?
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Ukraine ist in ihrer größten politischen Krise seit Beginn des Krieges gegen Russland. Ein umfassender Korruptionsskandal im Energiesektor, dem die Ermittler den Codenamen „Operation Midas“ gaben, hat das Kabinett von Präsident Wolodymyr Selenskyj massiv erschüttert.

Mehrere hochrangige Minister mussten zurücktreten, darunter der Justizminister und die Energieministerin, während der mutmaßliche Drahtzieher der Korruption, der bekannte Multi-Millionär und Geschäftsmann Tymur Mindich das Land fluchtartig verlassen hat. Hier alle bisher bekannten Fakten zum Politkrimi in Kiew:

Die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAPO) und das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) werfen den Beteiligten vor, mehr als 100 Millionen US-Dollar durch Schmiergelder, Geldwäsche und illegale Vergaben in der staatlichen Kernenergiegesellschaft Energoatom veruntreut zu haben.

Der Skandal wirft ein grelles Licht auf die Nähe zwischen Selenskyj und Teilen der Geschäftswelt und bedroht die Glaubwürdigkeit der ukrainischen Führung inmitten anhaltender russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur. Der Skandal kam am 10. November 2025 ans Licht, als NABU-Agenten Dutzende Hausdurchsuchungen durchführten. Sie hatten zuvor bereits mehr als 1000 Stunden Abhörprotokolle gespeichert. In der Wohnung von Tymur Mindich in Kiew fotografierten sie bei ihrer Razzia dessen goldene Toilette und Säcke voller Bargeld – sie sind nun Symbole für die ukrainische Korruption.

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