Nach dem sich 22 Länder jetzt bereit erklärten, die USA bei der Sicherung der Strasse von Hormus zu unterstützen, setzte der US-Präsident Donald Trump dem Iran mit Angriffen auf dessen Energieversorgungssystem binnen 48 Stunden. In einer in der Nacht auf Sonntag (MEZ) auf seinem Social-Media-Kanal veröffentlichten Erklärung fordert Trump vom Iran, die strategisch entscheidende Straße von Hormus unverzüglich und ohne Einschränkungen für den internationalen Schiffsverkehr zu öffnen – andernfalls, so Trump, würden die Vereinigten Staaten gezielte Angriffe auf iranische Energieanlagen durchführen, beginnend mit dem größten Kraftwerk des Landes.
Ob die US-Luftstreitkräfte auch das iranische Kernkraftwerk Bushehr (Bushehr-1) am Persischen Golf, das einzige operative kommerzielle Atomkraftwerk des Landes, angreifen würden, ist bisher nicht klar.
Dass sich nun immer mehr Länder an der Sicherung der Meerenge beteiligen wollen, kommt nicht überraschend. Immerhin ein Fünftel der weltweit gehandelten Ölmenge passiert täglich diese schmale Meerenge zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel. Entsprechend sensibel reagieren die Märkte auf jede militärische Drohung oder Störung. Bereits in den vergangenen Wochen führten Unsicherheiten zu extrem steigenden Energiepreisen und höheren Transportkosten.
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