Die SPD-Jugend, die Jusos, will eine Rentenpflicht für alle Berufsgruppen. Nur so könne man besser „umverteilen“, heißt es in einem Initiativantrag der Jungsozialisten. Die Jusos mischen sich damit mit ihren Forderungen in die aktuelle Diskussion um die Zukunft der Rente ein und wollen dafür auf ihrem bevorstehenden Bundeskongress einen weitreichenden Beschluss fassen.
In einem Initiativantrag des Bundesvorstands, der der Rheinischen Post vorab vorliegt, verweisen sie darauf, dass „die durchschnittliche Rente liegt nur knapp 100 Euro oberhalb des Armutsniveaus“ und warnen, dass daher das deutsche Rentensystem dringend stabilisiert werden müsse. Aus ihrer Sicht muss verhindert werden, dass junge Menschen später von Altersarmut betroffen sind. Entsprechend betonen die Jungsozialisten: „Wenn sichergestellt werden soll, dass auch junge Menschen später einmal von ihrer Rente leben können, ist klar: Das Rentenniveau darf auf keinen Fall sinken.“
Vor diesem Hintergrund fordern die Jusos eine deutliche Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung. Der Juso-Vorstand legt in seinem Antrag fest: „Wir wollen das Rentenniveau absichern und in Zukunft wieder auf ein Niveau von 53 Prozent anheben.“ Das Rentenniveau liegt derzeit bei 48 Prozent, und die Ampelkoalition plant, diesen Wert im Rahmen des Rentenpakets nur bis 2031 zu garantieren. Die Forderung der Jungsozialisten ist also noch einmal weitaus höher als der bisherige Wert, über den sich Union und SPD streiten. Nach Auffassung der Jusos reichen 48 Prozent nicht aus, um den Sozialstaat langfristig stabil und generationengerecht aufzustellen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











