Die AfD hat in der neuesten Umfrage von Infratest dimap für den NDR zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein deutlich zulegen können. Die Partei erreicht in dem einzigen Bundesland, wo sie aktuell nicht im Landtag vertreten ist, 15 Prozent. Die Umfrage, die am Donnerstag veröffentlicht wurde, ist die erste des Instituts seit fast zwei Jahren – seitdem konnte die Partei sieben Prozentpunkte in der Wählergunst zulegen. Gegenüber dem Landtagswahlergebnis von 2022 würde sich die AfD sogar mehr als verdreifachen.
Die Partei wäre dabei jedoch nur drittstärkste Kraft: Die Grünen können um zwei Prozentpunkten leicht zulegen und stehen jetzt bei 19 Prozent. Größter Verlierer – auch seit der Wahl – ist die CDU von Landesvater Daniel Günther. 2022 holte der Landesverband noch mit 43 Prozent fast die absolute Mehrheit – laut der neuesten Umfrage steht die CDU im Bundesland bei nur noch 33 Prozent.
Seit der letzten Umfrage im April 2023 hat auch die SPD deutlich verloren: Sie landet hinter der AfD mit nur noch 12 Prozent – drei Prozentpunkte weniger als zuletzt. Die FDP hat sich innerhalb von zwei Jahren unterdessen halbiert und steht nur noch bei vier Prozent. Auch der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), der die Interessen der dänischen Minderheit vertreten soll und von der Fünfprozenthürde ausgenommen ist, hat Stimmen eingebüßt und steht nur noch bei fünf Prozent.
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