Dass der Windrad-Irrsinn wegen der Natur- und Landschaftszerstörung ein umweltpolitischer Sündenfall übelster Sorte ist, hat sich weitgehend herumgesprochen. Jetzt wird’s auch noch kriminell: Ein insolventer Entsorgungsbetrieb aus der Oberpfalz hat hunderte Tonnen hochgiftigen Industriemülls, darunter Windradflügel und Lithium-Batterien, einfach im Nachbarland Tschechien abgekippt. Bayern muss die toxischen Abfälle zurücknehmen – auf Steuerzahlerkosten!
Der Schaden dürfte in die Millionen gehen. Der Skandal wirft ein Schlaglicht auf die ungelöste Entsorgungsfrage.
Über 150 Tonnen Sondermüll landeten im beschaulichen Techanov, weitere 320 Tonnen in einem Gewerbegebiet bei Brünn. Die Umweltgefahren sind immens: Giftige Fasern und Schadstoffe können sich unkontrolliert ausbreiten, das Grundwasser verseuchen und die umliegenden Äcker kontaminieren.
Deutsche und tschechische Behörden haben eine gemeinsame Ermittlungsgruppe (Joint Investigation Team) mit Unterstützung von Eurojust eingerichtet. Eurojust ist die Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen.
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