SPD-Umweltminister Carsten Schneider hat sich in einem Interview bei der Rheinischen Post ausführlich zu seinen Zielen als Umweltminister geäußert und den weiteren massiven Ausbau der erneuerbaren Energien gefordert. „Die erneuerbaren Energien sind die günstigste Energiequelle. Aber an der Strombörse bestimmen meist Kohle- und Gaskraftwerke den Preis. Je mehr Erneuerbare wir haben, desto günstiger wird auch der Strompreis, weil sie Gas und Kohle aus dem Markt drängen. Auch deswegen muss das schneller gehen mit dem Ausbau“, sagte der 49-Jährige im Interview.
Weiter halte er nichts von Atomkraftwerken: „Ich halte nichts von neuen Atomkraftwerken. Weder was die hohen Kosten für den Bau und die Entsorgung von Atommüll, noch was das Anschlagsrisiko angeht. Auch die Energiewirtschaft hat sich längst von der Atomkraft verabschiedet. Ich bin froh, dass dieser gesellschaftliche Großkonflikt hinter uns liegt“, so Schneider klar. „Alle in der Koalition haben sich zu den Klimazielen bekannt. Und was die Energiewende angeht, unterstütze ich das Anliegen, die Kosten zu senken“, so Schneider weiter. Sein anvisiertes Ziel sei das Erreichen der Klimaziele bis 2030.
„Wir sind gerade mitten in der Abstimmung zum Klimaschutzprogramm. Ende März müssen wir fertig sein und zeigen, wie wir unser Klimaziel für 2030 erreichen und auch danach weiter Fortschritte machen Richtung Klimaneutralität. Der Verkehrs- und der Gebäudesektor sind besonders schwer umzustellen“, so Schneider bei der Rheinischen Post. Wärmepumpen hält er derweil immer noch für eine gute Option: „Wärmepumpen rentieren sich langfristig für die meisten. Aber gerade Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen brauchen die Zuschüsse, um sich die Anschaffung überhaupt erst mal leisten zu können. Sparpotenzial sehe ich eher bei den Gutverdienern, die sich die Wärmepumpe auch ohne staatliche Förderung leisten können.“
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