Israel wird vorgeworfen, in Gaza eine „Hungerkatastrophe“ zu provozieren „Hunger als Waffe“ einzusetzen, immer wieder fällt das Wort „Genozid“. Zahlen, die Hamas-unterwanderte UN-Organisationen nun erhoben haben, zeigen allerdings: Die Rate der Kinder mit Unterernährung liegt – selbst der eigenen Erhebung zufolge – nur leicht über dem Durchschnittswert der Unterernährungsrate von Europa oder den USA und deutlich unter der sudanesischer Gebiete oder der des Jemen.
Die Hamas-unterwanderte UN-Organisation UNRWA spricht von einer „konstruierten Massenverhungerung“ durch Israel, die täglich neue Opfer fordere. Ohne sofortige Maßnahmen drohe eine weitere Verschlimmerung der Lage für die jüngsten Bewohner Gazas.
Allerdings: Ein vor wenigen Tagen veröffentlichter Bericht des UN-Büros für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) besagt, dass von 56.440 Kindern unter fünf Jahren, die in den ersten zwei Wochen des Juli in den Städten Khan Younis, Deir al-Balah und Gaza-Stadt untersucht wurden, 4.984 Kinder an akuter Unterernährung litten. 838 dieser Kinder litten demnach an schwerer akuter Unterernährung.
Insgesamt 8,8 Prozent der Kinder zeigten also Zeichen von Unterernährung – über 90 Prozent waren demnach normal ernährt. In Gaza gibt es eine erhöhte Quote der Unterernährung, so wie es in Kriegsgebieten üblich ist. Allerdings liegt die Zahl der unterernährten Kinder deutlich unter der des sudanesischen Darfur oder des Jemen, wo islamistische Milizen alles kontrollieren und um die 15 Prozent der Kinder unterernährt sind.
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