CDU-Chef Friedrich Merz, schon ganz im Kanzler-Rausch, hat eine Regierungsbildung „bis Ostern“ angekündigt: „Eine schwarz-rote Koalition, das ist genau das, was wir wollen!“ Die alte und neue AfD-Fraktionschefin Alice Weidel sagt dieser neuen Chaos-Regierung, sollte sie zustande kommen, eine noch kürzere Amtszeit als der Ampel voraus. Denn: Die sogenannte „GroKo“, die nur noch eine „PygKo“ (Pygmäen-Koalition) wäre, verfügt im 21. Deutschen Bundestag gerade einmal über eine Mehrheit von 13 Stimmen. Und das bei einer noch linkeren SPD-Fraktion als bisher und angesichts von Streit-Themen, von denen schon jedes einzelne das Potential hat, diese Koalition auf kleinstem politischen Nenner in die Luft zu jagen!
Nach der Bundestagswahl 2025 ist wegen der sogenannten „Brandmauer“ nach jetzigem Stand nur ein Regierungsbündnis aus Union und SPD (Angola- oder Albanien-Koalition) möglich. SPD-Chef Lars Klingbeil, in Personalunion jetzt auch Fraktionschef, versucht bereits, den Preis dafür so hoch wie möglich zu treiben: „Wenn ich mir manche Äußerung von Friedrich Merz in den letzten Wochen, vielleicht sogar in den letzten Tagen anschaue, dann hat das die Gräben zur SPD nicht flacher, sondern eher tiefer gemacht.“
Klingbeil spielte damit auf den Wahlkampfabschluss von CDU und CSU im Münchner Löwenbräukeller an. Da hatte Merz vor einem grölenden Unions-Publikum vollmundig den Abgesang linker Politik in Deutschland angestimmt: „Links ist vorbei. Es gibt keine linke Mehrheit und keine linke Politik mehr in Deutschland.“ Er werde wieder Politik für die Mehrheit der Bevölkerung machen und nicht „für irgendwelche linken Spinner auf dieser Welt“, tönte Merz.
Nach der Wahl hält es der politische Trickbetrüger Merz offenbar mit dem ersten CDU-Kanzler Konrad Adenauer: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!“ (siehe Grenzschließungen, siehe Schulden-Orgien).
Stand jetzt wäre nach der politischen Flaggenkunde also nur besagte Angola- oder Albanien-Koalition möglich. Wobei allein diese farblichen Assoziationen im Grunde schon alles über das möglicherweise bevorstehende Chaos sagen!
Selbst wenn sich Union und SPD in ihrer Machtgier auf einen Koalitionsvertrag einigen sollten, birgt jeder einzelne Punkt so viel Sprengstoff, um bei gerade einmal 13 Stimmen Mehrheit (eingedenk einer vom Wähler dezimierten und unberechenbar gewordenen SPD-Fraktion) die schwarz-rote „PygKo“ jederzeit in die Luft zu jagen. Übrigens: Die 13 Stimmen-Mehrheit von Schwarz-Rot entspricht exakt der Zahl der Gegenstimmen, die Klingbeil bei seiner Wahl zum Fraktionschef erhalten hat. Was einen Vorgeschmack auf künftige Abstimmungen im Deutschen Bundestag geben dürfte!
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