Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat auf der re:publica am Dienstag vor einer ungleichen Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Arbeitswelt gewarnt. In ihrer Rede sagte die SPD-Politikerin, KI werde bis 2030 in Deutschland praktisch jeden Beruf betreffen. Deshalb müsse Weiterbildung stärker in den Mittelpunkt rücken. Die Akzeptanz von KI stehe und falle „mit der Fähigkeit, sie auch zu nutzen“, sagte Bas.
Besonders hob Bas Unterschiede zwischen Männern und Frauen hervor. „Frauen nutzen KI beruflich seltener als Männer“, sagte sie. Manche sprächen bereits von einem „Gender AI Gap“. Besonders groß sei diese Lücke ausgerechnet dort, „wo man sie eigentlich am wenigsten vermutet“, nämlich bei der Generation Z, also bei jungen Arbeitskräften.
Bas scheint das geschlechtsspezifische Nutzungsverhalten von KI dabei als behandlungsbedürftiges Problem zu sehen, das mit fehlender Gleichberechtigung zusammenhängt: „Wir wollen einen fairen Fortschritt gerade auch für die junge Generation, und auch Frauen sollen Zukunftstechnologien aktiv gestalten. Sie sollen gleichberechtigt an diesem Wachstum und an den Produktivitätseffekten teilhaben“, sagte Bas.
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