Linke und grüne Aktivisten greifen an der Universität Würzburg die Freiheit der Lehre und Forschung an. Indizien und Protokolle des Sprecherrats des Studierendenparlaments weisen darauf hin, dass sie hierbei sogar von der Universitätsleitung unterstützt werden. Trauriger Tiefpunkt einer Kampagne, die an die Stalinisierung der ostdeutschen Universitäten und Hochschulen nach 1945 erinnert, war gestern ein Drohbrief, der dem Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Geschichte, Professor Hoeres, anonym an seine Privatadresse zuging.
Noch können wir nicht die ganze Dimension des Angriffs auf zwei hochrenommierte Wissenschaftler erfassen, auf Professor Dr. Peter Hoeres, einem auch international anerkannten Historiker, der wesentlich zur Exzellenz der Universität Würzburg beiträgt, und dem Privatdozenten und Akademischen Rat PD Dr. Dr. Benjamin Hasselhorn. Zu Hasselhorn muss man wissen, dass er in den Fächern Theologie und Geschichte promoviert worden ist und sich im letzten Jahr fristgemäß habilitierte. Hasselhorns Habilitation wurde als herausragend beurteilt, wie auch seine Buchpublikationen bestens rezensiert worden sind. Doch wir werden weiterrecherchieren, auch wenn sowohl die EKD als auch der Kulturbeauftragte der EKD, Dr. Johann Hinrich Claussen, als auch der Sprecherrat der Universität Würzburg es vorziehen, sich vor unseren Fragen zu verstecken. Die Protokolle des Sprecherrats des Studierendenparlaments der Universität Würzburg, die uns nun vorliegen, erübrigen die Antworten dieses Gremiums.
Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass die Universitätsleitung hinter dem Rücken des Lehrstuhlinhabers Prof. Dr. Hoeres einen massiven Eingriff in die Freiheit der Forschung und Lehre plante und in Zusammenarbeit mit linken und grünen Studenten des Sprecherrats des Studierendenparlaments vorbereitete.
Was wir wissen, ist Folgendes: Weil Prof. Dr. Hoeres und PD Dr. Dr. Benjamin Hasselhorn Gerüchte zu Ohren kamen, dass aus studentischen Kreisen Vorwürfe gegen die beiden Wissenschaftler erhoben wurden, wandte sich Prof. Dr. Hoeres am 6.12.2024 an Vizepräsident Prof. Dr. Andreas Dörpinghaus mit der Bitte um ein Gespräch mit Dörpinghaus, an dem als Betroffener auch PD Dr. Dr. Hasselhorn teilnehmen sollte, um die rufschädigenden Gerüchte aufzuklären. Zumal die Universitätsleitung gemäß § 164 StGB, sowie § 186 StGB der Fürsorgepflicht für die Mitglieder und Mitarbeiter der Universität unterliegt. Zehn Tage benötigt Prof. Dr. Dörpinghaus, um zu antworten.
Doch statt einen Gesprächstermin anzubieten, bittet Dörpinghaus, ihn darüber zu informieren, welche Anschuldigungen im Raum stehen. Zwei Tage später hat Dörpinghaus bereits die Antwort von Hoeres in seinen Mails mit der wiederholten Bitte um ein Gespräch. Obwohl die Anschuldigungen schwerwiegend sind, geht Dörpinghaus erst einmal in die Weihnachtszeit, lässt das Jahr verstreichen und schlägt schließlich am 13. Januar ein Telefonat vor. Kennt Dörpinghaus die Gerüchte? Will er Zeit gewinnen, wenn ja, wofür? Am 21. Januar 2025 kommt es dann endlich zu dem Telefonat zwischen Hoeres und Dörpinghaus. Hasselhorn ist vom Telefonat ausgeschlossen, er bekommt auch keinen Termin.
Dem Vernehmen nach hält Dörpinghaus in dem Telefonat die Vorwürfe für unbegründet, will sie aber Hoeres und Hasselhorn zur Kenntnis geben, um die Angelegenheit auch formal abzuschließen. Es ist dann Hasselhorn, der Dörpinghaus in einer Mail am 31. Januar nach dem Inhalt der Beschwerde fragt, die gegen ihn laut Gerüchten erhoben wird, weil bei ihm bislang keine Beschwerde gegen ihn eingetroffen wäre. Doch Dörpinghaus geht auf Tauchstation. Erst am 16. Februar teilt er ihm schmallippig mit, dass er sich an Professor Dr. Hoeres wenden solle, mit dem er ja inzwischen gesprochen hatte, über einen Monat übrigens, nachdem Hoeres in dieser Angelegenheit um ein Gespräch bat.
Was sich bis dahin zugtragen hatte und worum es ging und geht, darüber geben die Protokolle des Sprecherrats des Studierendenparlaments der Universität Würzburg, die TE vorliegen, mehr als beredt Auskunft. Dass Dörpinghaus, aber auch der Präsident der Universität, Prof. Dr. Paul Pauli über die Vorwürfe und die Aktivitäten Kenntnis besessen haben könnten, indiziert die simple Tatsache, dass einige Protokolle die Anwesenheit des Kanzlers der Universität dokumentieren.
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