Im Zentrum von London haben am Samstag Zehntausende Menschen an einer von dem britischen Aktivisten Tommy Robinson organisierten Großkundgebung teilgenommen. Nach Schätzungen der Polizei beteiligten sich rund 60.000 Menschen an dem sogenannten „Unite the Kingdom“-Marsch. Damit handelte es sich um eine der größten rechten Mobilisierungen in Großbritannien der vergangenen Jahre – auch wenn die Teilnehmerzahl hinter jener einer ähnlichen Demonstration im September vergangenen Jahres zurückblieb.
Die Demonstration wurde von Robinsons Anhängern als Protest gegen den fortschreitenden Verlust britischer Identität sowie gegen die Folgen der Masseneinwanderung verstanden. Robinson, der mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon heißt, gilt als eine der bekanntesten Figuren der politischen Rechten in Großbritannien. Der Gründer der English Defence League tritt seit Jahren migrations- und islamkritisch auf und organisiert regelmäßig Protestveranstaltungen gegen die britische Migrationspolitik.
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