Verschiedene Elternräte aus Niedersachsen haben einen gemeinsamen Brandbrief an das Kultusministerium in Hannover geschrieben. Laut HNA beklagen sie darin Grundschulklassen mit vielen verhaltensauffälligen Kindern sowie Kindern, die kaum Deutsch sprechen. Es gebe körperliche Attacken gegen Lehrer und Schüler, Prügeleien; Inventar werde zerstört. Der Brief wurde auch an die zuständigen Ausschuss- und Fraktionsvorsitzenden des Landtags gesendet.
Verhaltensauffällige Kinder seien durch die Folgen der Corona-Pandemie immer noch beeinflusst. Die Zunahme der Kinder mit Migrationshintergrund ohne Deutschkenntnisse erschwere die Situation, heißt es laut HNA in dem Brief. Hinzu kämen zahlreiche Flüchtlingskinder aus der Ukraine. Zusätzlich gebe es oft beeinträchtigte Kinder, die mehr Betreuung brauchen. Ein „normales“ Unterrichten sei beinahe unmöglich und „grenze an Zauberei“. In jeder Klasse gebe es mindestens zwei verhaltensauffällige Schüler. Solange sich die Rahmenbedingungen an den Grundschulen im Landkreis Northeim nicht änderten, bleibe die Situation katastrophal.
Ein „Weiter so“ darf es laut den Elternräten der Städte Northeim, Nörten-Hardenberg, Osterode und Einbeck nicht geben. Stattdessen brauche es Geld, das flexibel nach dem Bedarf der jeweiligen Schule eingesetzt werden könne. Dadurch könnten zum Beispiel Schulpsychologen, Förderschullehrer oder Klassenbegleiter bezahlt werden. Die mangelnde Unterstützung der Politik führe zu Resignation bei den Lehrern.
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