Mit Ach und Krach ist Friedrich Merz (CDU) zum Bundeskanzler gewählt worden. Dabei wurde der Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linkspartei über Bord geworfen. Aber man hatte freilich gute Gründe parat ...
„In so einer Situation muss man über Parteitagsbeschlüsse hinwegsehen.“ Mit diesem Satz ebnete Serap Güler (CDU) bei Phoenix kurz vor dem zweiten Wahlgang den Weg für einen Tabubruch: Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik ließ sich ein CDU-Kanzlerkandidat mit Stimmen einer weit linken Partei zum Kanzler wählen. Die Nachfolgepartei der SED wurde Königsmacherin bei einer Partei, die einst auf Antikommunismus und Westbindung geeicht war. Dabei setzte sie sich über den geltenden Unvereinbarkeitsbeschlusses der CDU gegenüber der Linken hinweg.
Serap Gülers Zitat im Ganzen:
„Es ist ein Abwägungsprozess und in so einer Situation muss man eben auch über Parteitagsbeschlüsse hinwegsehen. Es geht nämlich um die Zukunft des Landes. Es geht nicht um persönliche Befindlichkeiten. Man muss auch die Entscheidungen der Partei und die Interessen der Partei hinten anstellen, weil es um nichts Geringeres geht als um die Zukunft unseres Landes.“
Der brisante Teil des Interviews kommt ab 3:27 min.
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