Nachdem die SPD-Führung zwei Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz einen Maulkorb gegen interne Kritiker verhängen wollte (Apollo News berichtete), waren die Wortmeldungen leiser geworden. Doch nach der Niederlage bei der Wahl am Sonntag (alle Ergebnisse hier) lassen Parteivertreter nun ihrem Unmut freien Lauf.
So betonte der Seeheimer Kreis auf seinem offiziellen X-Account, das Wahlergebnis sei „mehr als ein landespolitisches Ereignis“. Der Partei drohe die Bedeutungslosigkeit. Eine Mehrheit im Land glaube, die SPD kümmere „sich mehr um Bürgergeldempfänger als um die hart arbeitende Mitte“. Damit habe die SPD auf Bundesebene ein Problem.
Ohne „klaren Fokus auf die Mitte“ sei der „Fortbestand als wichtige politische Kraft in Deutschland“ gefährdet. Die „lauten und schrillen Debatten aus der Hauptstadtblase“ dürften nicht mehr so viel Beachtung finden. Abschließend appellieren die Seeheimer an die große Geschichte ihrer Partei, die „den Kaiser und zwei Weltkriege erlebt“ und „immer auf der richtigen Seite der Geschichte gestanden“ habe.
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