Deutschland im Weihnachtsnotstand, muss man es schon so beschreiben? Fast. In Herford wurde ein 16-Jähriger auf dem Weihnachtsmarkt niedergestochen. Er schleppte sich aus einer Gasse, rief um Hilfe und stürzte mit einer Messerwunde im Rücken zu Boden. Fast mafiafilmreif. Als Tatverdächtiger wurde ein 15-jähriger Junge mit Migrationshintergrund aus dem Nordirak gefasst. Täter und Opfer sollen sich gekannt haben, was den Vorfall nicht besser, nicht leichter zu verdauen macht. Immerhin war es kein Terror-Anschlag, rufen nun die Gewehr-bei-Fuß-Medien aus.
Aber die Sicherheit von Weihnachtsmärkten steht allgemein in Frage, so wie die von allen städtischen Festen und öffentlichen Veranstaltungen überhaupt. Das scheint seit der Kette der Ereignisse von Solingen, Magdeburg und so fort festzustehen und hat sich in die Sicherheitsarchitektur des Landes respektive in die neuen amtlichen Anforderungen eingebrannt.
Die offene Berichterstattung über das Thema nimmt allerdings schon wieder ab. Mancherorts hat sich der veranstaltende Verein „im Sommer“ aufgelöst und es fand sich kein Nachfolger, so laut Merkur in Schwedt in der Uckermarck.
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