Bundeskanzler Friedrich Merz plant offenbar eine verhältnismäßig große Umbildung seines Kabinetts – so zumindest ein Bericht des Spiegel am Samstag. Doch die Regierung dementiert die Pläne noch am Samstagvormittag vehement – diese würden gar nicht bestehen. Schnell sorgte die Posse um eine mögliche Kabinettsumbildung für Verwirrung.
Laut Spiegel soll der Kanzler noch die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg abwarten wollen – sollte sich da kein Stimmungsumschwung im Sinne der CDU einstellen, möchte Merz seine Regierungsmannschaft deutlich umgestalten.
Erstes Opfer dieser Überlegungen wäre angeblich Unionsfraktionschef Jens Spahn – zwischen ihm und dem Bundeskanzler soll es laut dem Spiegel-Bericht bereits seit Wochen zu Zerrüttungen gekommen sein. Nun könnte Spahn laut Spiegel den mächtigen Posten des Fraktionschefs aufgeben und stattdessen den vergleichsweise unbedeutenden Posten des Verkehrsministers von Patrick Schnieder übernehmen. So könnte Spahn sein Gesicht wahren und Merz mit Schnieder einen nach seiner Ansicht weiteren Störfaktor aus dem Spiel bringen – Schnieder hatte dem Kanzler laut Spiegel während einer Fraktionssitzung im September offen widersprochen, was ihn bei Merz in Ungnade fallen ließ.
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