„Viel Sympathie“ für Vorschläge aus CDU und SPD: Friedrich Merz befürwortet Social-Media-Verbot für Jugendliche

vor 5 Monaten

„Viel Sympathie“ für Vorschläge aus CDU und SPD: Friedrich Merz befürwortet Social-Media-Verbot für Jugendliche
Bildquelle: Apollo News

Bundeskanzler Friedrich Merz befürwortet vor dem CDU-Parteitag ein Social-Media-Verbot für Jugendliche. „Wenn Kinder heute im Alter von 14 Jahren bis zu fünf Stunden und mehr Bildschirmzeit haben am Tag, wenn die gesamte Sozialisation nur noch über dieses Medium stattfindet, dann brauchen wir uns über Persönlichkeitsdefizite und Probleme im Sozialverhalten junger Menschen nicht zu wundern“, sagte er im Podcast „Machtwechsel“ am Mittwoch.

Am Wochenende findet der CDU-Bundesparteitag in Stuttgart statt. Der Landesverband Schleswig-Holstein will einen Antrag einbringen, der ein Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren fordert. Um diese Altersgrenze einhalten zu können, soll es auch eine verpflichtende Altersüberprüfung geben (mehr dazu hier). Auch die SPD hat in den letzten Tagen ein Verbot von sozialen Medien für unter 14-Jährige befürwortet. Jugendliche ab 14 Jahren sollen laut ihrem Willen soziale Medien nur noch über die digitale EU-Identität der Eltern nutzen können (Apollo News berichtete).

Für den Vorschlag aus Schleswig-Holstein habe er „viel Sympathie“, ebenso für den SPD-Vorschlag. „Ich denke, wir werden uns dem Thema nähern“, so Merz. Zwar habe er an sich eine „grundliberale Haltung“ und sei bei Verboten „immer sehr, sehr, sehr zurückhaltend“, doch kämen nun Phänomene wie „Fake News, KI-gefälschte Bilder und Nachrichten, TikTok“ hinzu, was dafür sorge, dass der Umgang mit dem Internet eine neue Qualität habe. „Ich sehe, was es für Folgen hat.“

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