Die Insolvenzwelle, die den Wirtschaftsstandort Deutschland erfasst hat, schwächt sich auch in diesem Sommer nicht ab. Im Gegenteil: Sie verschärft sich zunehmend. Besonders der Einzelhandel gerät immer stärker unter Druck. Hintergrund sind nicht zuletzt die schwache Konsumstimmung sowie steigende Kostenbelastungen, etwa durch Mieten, Energie und wachsende Abgaben.
Erst am 30. Juni meldete mit der Gartencenter Augsburg GmbH & Co. KG erneut ein bedeutendes Unternehmen der Branche Insolvenz an. Das 1965 gegründete Unternehmen betreibt sieben Standorte in Nordrhein-Westfalen: in Bochum, Castrop-Rauxel, Hagen, Iserlohn, Krefeld, Schwerte und Unna. Rund 360 Beschäftigte sind von der Insolvenz betroffen.
Für die nähere Zukunft verfolgt das Unternehmen jedoch einen konkreten Plan – aufzugeben ist keine Option. Der Betrieb soll fortgeführt werden. Bis Ende August soll ein Käufer gefunden werden. Die Löhne und Gehälter der rund 360 Beschäftigten sind zunächst für drei Monate durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert.
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