Thorsten Frei begründete seinen Vorstoß mit der dramatischen Kostenexplosion im Gesundheitswesen, die das System auf Dauer „unfinanzierbar“ mache. „Es ist klar“, so Frei, „dass manche Leistungen gestrichen werden müssen, um das Gesundheitssystem bezahlbar zu halten. Das funktioniert in anderen Ländern auch – und wir werden deshalb nicht automatisch kränker.“ Zugleich warnte er im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass ein Abbau von Leistungen „Widerstände hervorrufen“ werde, aber im Interesse der Solidargemeinschaft notwendig sei.
Besonders kritisch sieht Frei die bisherige Praxis der freien Arztwahl. Stattdessen fordert er ein System, in dem ein Primärarzt – in der Regel der Hausarzt – über fachärztliche Weiterbehandlung entscheidet und diese koordiniert. Frei argumentiert, dass dies nicht nur Kosten senken, sondern auch die Qualität der Versorgung verbessern würde, etwa durch weniger Doppeluntersuchungen oder unnötige Spezialarztbesuche.
Der Ruf nach Reformen wird nicht nur von der Regierung, sondern auch von den Krankenkassen immer lauter. Nach einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox haben sich bereits mindestens 31 von 72 Krankenkassen in Deutschland entschlossen, ihre Zusatzbeiträge zum neuen Jahr zu erhöhen, was viele Versicherte finanziell zusätzlich belastet. Gleichzeitig hat die Bundesregierung zwar ein kleines Sparpaket für 2026 auf den Weg gebracht, doch Kritiker sehen darin keinen ausreichenden Ansatz für ein nachhaltiges System.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











