Vom Staat finanzierter Forscher spricht sich für Regulierung von Memes aus: So spöttisch antwortet das Internet

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Vom Staat finanzierter Forscher spricht sich für Regulierung von Memes aus: So spöttisch antwortet das Internet
Bildquelle: NiUS

In einem Format des Mitteldeutschen Rundfunks plädiert ein wissenschaftlicher Mitarbeiter für eine Regulierung von Memes – also humoristischen Bildern – im Netz. Statt eines „Marktplatzes der Ideen“ solle es künftig Einschränkungen der Reichweite geben. „Es gibt kein Recht auf Gehört-Werden in sozialen Medien“, erklärt der Forscher. NIUS fragte bei erfolgreichen Meme-Seiten nach, was sie davon halten.

Maik Fielitz, Experte für Digitalkultur und Rechtsextremismus am Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft, steht im Zentrum der Diskussion. Das Institut wird vom Bildungsministerium gefördert, während sein Träger, die umstrittene Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS), zusätzlich finanzielle Unterstützung vom Familienministerium, unter Lisa Paus (SPD) erhält. 2023 erhielt die AAS mehr als 6 Millionen Euro Zuwendung aus öffentlicher Hand.

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Im MDR-Format „MEDIEN360G“ wird Fielitz gefragt, ob Memes politisch sind. Der Forscher: „Ja. Visuelle Kultur ist eigentlich immer auch politisch. Auch, wenn wir popkulturell gucken, welche Bilder genommen werden, welche Personen abgebildet werden. Das ist immer eine politische Entscheidung in gewisser Art und Weise. Selbst, wenn das besonders harmlos wirkt.“ Weiter sagt er: „Als Beispiel: Wenn wir in irgendeiner Diskussion über Hautfarbe oder Herkunft ein Meme nehmen, was jemanden mit einer dunklen Hautfarbe abbildet, hat das sofort eine Konnotation. Egal welche Form, welche Handlung er da im Endeffekt vollzieht.“

Fielitz erklärt, dass Memes „edgy“, also provokant seien, und dass das gerade Rechte dazu einlade, sie zu nutzen und zu erstellen. „Da dann gewisse Grenzen der politischen Korrektheit zu durchbrechen, das ist in Memes sehr stark angelegt. Weshalb es sehr dazu einlädt, dass es von rechten Leuten genutzt wird, um eine gewisse Gegenreaktion zu erlangen“, so Fielitz.

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