Am Ende war die Phrase, und die Phrase war bei der Kirche. Und die Kirche war die Phrase. Und die Phrase war das Ende der Kirche.
„Wir glauben alle an einen Gott.“ „Rechte Politik widerspricht dem christlichen Menschenbild.“ „Bewahrung der Schöpfung.“ „Hass ist keine Meinung“. „Soziale Gerechtigkeit“. „Die Kirche muss auf die Welt zugehen.“ „Unser Kreuz hat keine Haken.“ „Impfen ist Nächstenliebe.“ „Wir müssen die christlichen Werte hochhalten.“ „Gegen Hass und Hetze.“ „Waffen an die Ukraine sind Christenpflicht.“ „Wir sind eine Kirche der Vielfalt.“
Phrasen vermehren sich wie die Karnickel, denn sie befriedigen Denkfaulheit. Und dann werden sie wie Beschwörungen wiederholt, als könne man damit Wirklichkeit generieren.
Phrasen mögen sich auf den ersten Blick ganz gut anhören. Doch wenn man nicht bereit ist, sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu hinterfragen, wird es problematisch.
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