Von der Leyen nennt Atom-Ausstieg strategischen Fehler

vor 4 Monaten

Von der Leyen nennt Atom-Ausstieg strategischen Fehler
Bildquelle: Tichys Einblick

Europa ist ein teurer Kontinent geworden, weil es sich seine Energiepolitik viel zu lange von Ideologen, Symbolpolitikern und klimaasketischen Heilsverkündern hat diktieren lassen. Nun steht ausgerechnet Ursula von der Leyen in Paris auf einer Bühne und erklärt, die Abkehr von der Atomkraft sei ein „strategischer Fehler“ gewesen. Das ist politisch brisant, weil hier nicht irgendein Oppositionsredner abrechnet, sondern die Präsidentin der EU-Kommission selbst das Scheitern einer Linie eingesteht, unter deren Dach Europa seine industrielle Basis mutwillig geschwächt und in weiten Teilen zerstört hat.

Von der Leyen begründet ihren Satz nüchtern genug, um ihn umso vernichtender wirken zu lassen. Europa habe einer zuverlässigen, erschwinglichen und emissionsarmen Energiequelle den Rücken gekehrt. Genau so ist es. Wer sicheren Grundlaststrom aus dem Netz drängt, ersetzt Physik nicht durch Moral, sondern Stabilität durch Knappheit, Preisaufschläge und Abhängigkeit. Die EU-Kommissionspräsidentin sagt damit im Klartext, dass ein zentraler Glaubenssatz der deutschen und europäischen Energiepolitik nicht nur teuer, sondern falsch war.

Besonders unerquicklich ist diese ihre sehr, sehr späte Aussage, weil die Schäden längst angerichtet sind. Deutschland schaltete seine letzten drei Kernkraftwerke am 15. April 2023 ab. Milliardenwerte wurden vernichtet. Das war kein unvermeidlicher Zwang der Geschichte, sondern eine politische Entscheidung gegen eine bestehende, verlässliche Stromquelle. Während andere Staaten nüchtern auf Versorgungssicherheit, Netze und Industrie sahen, predigte die Bundesrepublik ihren Sonderweg wie eine säkulare Religion und verkaufte Selbstbeschädigung als Fortschritt.

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