In Wien haben die Koalitionsverhandlungen zwischen der konservativen ÖVP und der rechten FPÖ begonnen. Nach dem Scheitern der Ampelgespräche wagt die Volkspartei nun den Schulterschluss mit Herbert Kickls FPÖ. Sollten die Gespräche scheitern und es doch zu Neuwahlen kommen, droht ein politisches Erdbeben. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Lazarsfeld Gesellschaft für oe24.
Wäre am Sonntag Wahltag, käme die FPÖ auf 39 Prozent – ein Plus von 10 Prozentpunkten gegenüber der Nationalratswahl im September. Damit würde die Partei von Herbert Kickl sogar das Rekordergebnis der ÖVP unter Sebastian Kurz aus dem Jahr 2019 von 37,5 Prozent übertreffen. Die ÖVP hingegen stürzt auf 17 Prozent ab – ein Minus von 9,3 Prozentpunkten seit der Nationalratswahl.
Die ehemaligen Verhandlungspartner SPÖ und NEOS können vom Absturz der ÖVP nicht profitieren. Die Sozialdemokraten unter Andreas Babler verharren bei 19 Prozent, während die liberalen NEOS bei 10 Prozent stagnieren. Auch die Grünen, die nicht an den Ampelgesprächen beteiligt waren, liegen unverändert bei 10 Prozent. Die Ampelverhandler kämen zusammen nur noch auf 46 Prozent – zu wenig für eine Mehrheit im Nationalrat.
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