Vor Wahl: Telegram-CEO wirft Frankreich vor, ihn gedrängt zu haben, „konservative Stimmen in Rumänien“ zu zensieren

vor etwa 1 Jahr

Vor Wahl: Telegram-CEO wirft Frankreich vor, ihn gedrängt zu haben, „konservative Stimmen in Rumänien“ zu zensieren
Bildquelle: Apollo News

Der CEO des Instant-Messaging-Dienstes Telegram, Pawel Durow, hat am Sonntag der französischen Regierung vorgeworfen, sich in die heute stattfindende Präsidentschaftswahl in Rumänien einmischen zu wollen: So behauptete Durow in einem Post auf Telegram, dass eine „westeuropäische Regierung“ (um klarzumachen, um welche Regierung es sich handelt, fügte er ein Baguette-Emoji hinzu, Anm. d. Red.) an sein Unternehmen herangetreten sei und darum gebeten habe, „konservative Stimmen in Rumänien (…) zum Schweigen zu bringen.“

„Das habe ich rundheraus abgelehnt. Telegram wird die Freiheiten der rumänischen Nutzer nicht einschränken oder ihre politischen Kanäle blockieren“, schrieb Durow weiter in seiner Nachricht. Es ist nicht das erste Mal, dass sein Unternehmen eine Kooperation mit europäischen Behörden in solchen Sachen ablehnt – bereits mehrmals wurde deshalb mit rechtlichen Schritten gegen Telegram gedroht.

Weiter kritisierte Durow den Versuch der französischen Regierung, in die rumänischen Präsidentschaftswahlen einzugreifen: „Man kann die Demokratie nicht ‚verteidigen‘, indem man die Demokratie zerstört. Man kann keine ‚Wahlbeeinflussung‘ bekämpfen, indem man sich in Wahlen einmischt. Entweder man hat Redefreiheit und faire Wahlen – oder man hat sie nicht. Und das rumänische Volk hat beides verdient.“

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