VW kann „auch nicht im Hochwasser produzieren“: Neubauer warnt vor Stellenabbau wegen zu wenig Erneuerbaren

vor 3 Monaten

VW kann „auch nicht im Hochwasser produzieren“: Neubauer warnt vor Stellenabbau wegen zu wenig Erneuerbaren
Bildquelle: Apollo News

Bei bundesweiten Demonstrationen unter dem Motto „Erneuerbare Energien verteidigen!“ haben am Samstag in Berlin, Hamburg, Köln und München mehrere zehntausend Menschen gegen die Energiepolitik der Bundesregierung protestiert. Getragen wurden die Kundgebungen von einem Bündnis mehrerer NGOs, darunter Campact, die Deutsche Umwelthilfe (DUH), Fridays for Future und Greenpeace. In Redebeiträgen wurden dabei die jüngsten Vorstöße von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche kritisiert.

Reiche hatte zuletzt in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Gefahr einer umfassenden Deindustrialisierung durch die Energiewende betont und deren hohe Systemkosten bemängelt. Die Erneuerbaren-Branche müsse künftig stärker „systemisch und finanziell“ Verantwortung übernehmen (mehr dazu hier). Das von Reiche geplante Netzpaket sieht vor, die Einspeisung von Solarstrom künftig stärker marktwirtschaftlich zu organisieren. So sollen etwa in überlasteten Netzgebieten keine neuen Anlagen mehr auf Kosten der Allgemeinheit angeschlossen werden.

Klimaaktivistin Luisa Neubauer sprach in diesem Zusammenhang laut dem Evangelischen Pressedienst (epd) von einer „Unterwanderung der Energiewende“. Anders als Reiche behaupte, ziele ihr Vorhaben demnach nicht auf bezahlbare Energie, sondern auf den „Erhalt fossiler Gewohnheit und fossiler Macht“. Angesichts der klimapolitischen Herausforderungen seien die Pläne unvernünftig, weil auch ein VW-Werk „nicht im Hochwasser produzieren“ könne, „ob man es wahrhaben will oder nicht“, sagte Neubauer.

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