Der ifo-Geschäftsklimaindex ist auf 84,4 Punkte gesunken. Das ist ein deutliches Minus von 1,9 Punkten gegenüber dem März. Damit liegt der Index jetzt auf dem niedrigsten Niveau seit Mai 2020. Damals war die Wirtschaftsleistung durch die Corona-Maßnahmen massiv eingebrochen. Die Politik verbot schlichtweg weite Teile des Wirtschaftslebens unter dem Eindruck einer drohenden Pandemie.
Insbesondere die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate haben sich eingetrübt. Sie werden mit 83,3 Punkten nun wieder deutlich schlechter eingeschätzt als die aktuelle Geschäftslage mit 85,4 Punkten. Noch im Februar waren die Erwartungen mit 90,3 Punkten zwar im negativen Bereich, machten aber mit einem Vorsprung von 3,6 Punkten gegenüber der Lage Hoffnung auf Besserung.
Der ifo-Index soll als vorlaufender Indikator eine Abschätzung der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung ermöglichen. Ein Wert von 100 gilt als neutral. Werte unter 100 stehen für Abkühlung beziehungsweise Krise, Werte über 100 signalisieren Erholung oder Boom. Die Wahrscheinlichkeit für eine „expansive Entwicklung“ der Wirtschaft – also Wachstum – beziffert das ifo-Institut in seiner Konjunkturampel nur noch auf 5,2 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit August 2023.
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