Wadephul wird zum Wackel-Fool: Die Trümmerbilanz des Außenministers  

vor 8 Monaten

Wadephul wird zum Wackel-Fool: Die Trümmerbilanz des Außenministers  
Bildquelle: NiUS

Nach den desaströsen Baerbock-Jahren versprach die neue Regierung „Außenpolitik aus einem Guss“. Stattdessen erleben wir einen erratischen Chefdiplomaten, der daheim und auf Reisen immer wieder Irritationen auslöst – und für den Kanzler zunehmend zum Problem wird.

Die einst berechenbaren, verlässlichen Leitlinien folgende Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland wurde drei Jahre lang schwer in Mitleidenschaft gezogen – von einer Dilettantin als Chefin des Auswärtigen Amtes, die „feministische“, „wertegeleitete“ Außenpolitik machen wollte. Moral sollte die robuste Vertretung eigener Interessen ersetzen. So zerschlug die grüne Ideologin Annalena Baerbock mit ihrem nassforschen Auftreten jede Menge diplomatisches Porzellan und schuf mit Zusagen etwa für Afghanen Probleme, die heute noch bestehen.

Johann Walter David Rudolf Wadephul machte hingegen auf den ersten Blick einen bodenständigen, nüchternen, pragmatischen Eindruck. Da war einer, dachte man, der seelenruhig diplomatische Wogen glätten und die Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers außenpolitisch umsetzen würde.

Aber es kam anders. Mit allerlei kommunikativen Fehltritten löste er in der eigenen Partei Bestürzung aus. Zielsicher tritt der Außenminister, ob in heimischen oder in fremden Gefilden, in so gut wie jeden Fettnapf. Zuweilen hat man den Eindruck, er habe im Gepäckraum seiner Maschine sogar immer welche dabei.

Zuletzt kam Wadephul seinem eigenen Kanzler Merz in die Quere, der dem sozialdemokratischen Koalitionspartner mühsam die Zustimmung zur Abschiebung syrischer Krimineller abgerungen hatte. Angesichts teilweise zerstörter Infrastruktur – man ließ den Minister sehen, was er sehen sollte – sagte Wadephul: „Hier können wirklich kaum Menschen richtig würdig leben.“ Eine Rückkehr syrischer Flüchtlinge sei „nur sehr eingeschränkt möglich“, eine Rückführung könne daher „allenfalls in Einzelfällen“ stattfinden.

In der Union war man entsetzt. Sachsen-Anhalts CDU-Chef Sven Schulze, der in einem heiklen Landtagswahlkampf um jeden Prozentpunkt ringt, konnte Wadephuls Worte „nicht nachvollziehen“: Der Bürgerkrieg sei vorbei, der Fluchtgrund entfallen – Zeit für eine „schnelle Rückkehrstrategie“. Ein Abgeordneter aus Bayern meinte, es könne „nicht sein, dass Hunderttausende Menschen dauerhaft in Deutschland bleiben, während in Syrien wieder Straßen, Schulen und Verwaltung aufgebaut werden“.

Bundeskanzler Friedrich Merz muss Johann Wadephuls Worte immer wieder einfangen.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel