„Trump fantasiert von Schusswaffen, die auf Liz Cheney gerichtet sind“, titelte der Spiegel am Freitag. Auch auf der Webseite der Tagesschau hieß es: „Donald Trump [spielt] laut mit dem Gedanken, Waffen auf seine politischen Gegner zu richten.“ Der Aufruhr war hierzulande ebenso groß wie in linksliberalen US-Medien. Trump soll in „gewaltverherrlichenden“ Fantasien über seine Konkurrentin Liz Cheney hergezogen haben. Doch die Aussage wurde vollkommen aus dem Kontext gerissen; Trump warf Cheney mit seiner Aussage lediglich Doppelmoral vor und nutzte dafür eindeutig eine Metapher.
Am Donnerstag sprach Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung mit dem konservativen Journalisten Tucker Carlson. Dabei kam der ehemalige Präsident auch auf seine innerparteiliche Gegnerin, Liz Cheney, zu sprechen. Die Republikanerin ist die Tochter des früheren Vizepräsidenten Dick Cheney und äußerst kritisch gegenüber Trump. Sie unterstützt sogar Kamala Harris im Wahlkampf.
Sowohl Vater als auch Tochter sind bekannt für ihre besonders interventionistische Außenpolitik, ein Grund, warum das Verhältnis zu Trump schwierig ist. Dieser bevorzugte schon während seiner Präsidentschaft einzelne taktische Schläge gegen Amerikas Feinde, wie beispielsweise die gezielte Tötung des iranischen Generals Qasem Soleimani im Jahr 2020.
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