Es beginnt mit dem seltsam fremden Geruch.
Wahlkabinen sind meist in Schulen aufgebaut. Man geht durch düstere Flure, Linoleum, abgewetztes Holz. Irgendwie riecht alles nach Bohnerwachs. Dann kommt man in die Aula wie in einen Empfangssaal. Und da stehen sie – freundliche Menschen, viele junge dabei: die freiwilligen Wahlhelfer.
Du zeigst deinen Ausweis, Wahlbenachrichtigungsschein (braucht man nicht unbedingt). Man geht Listen durch, man findet dich, den Menschen, auf den es heute ankommt: den Staatsbürger, den Wähler. Dann der erste heilige Moment: Du kriegst den Umschlag ausgehändigt, in denen die Papiere stecken, auf denen Deutschlands Zukunft steht. Und du einzelner Wähler bist plötzlich mittendrin in dieser Zukunftsplanung.
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