„Hallo Oma, ich wollte dich nicht stören, doch ich habe gerade so große Angst wie nie“, beginnt ein junger Mann wehmütig zu singen. Das Video eröffnet am frühen Morgen mit einem Nachtschränkchen. Darauf eine altertümlich anmutende Stereoanlage, Pillendöschen und was eben noch so symbolisiert, dass man alt ist. Dann wird uns die Oma vorgestellt, sie sitzt mit ihrer Lesebrille im Dunkeln an ihrem iPad, das sie in typischer altersbedingter-Weitsicht-Manier weit weghält, während sie mit ihrem Zeigefinger mühsam etwas tippt.
„Du hast dich ja immer zu uns an den Küchentisch gesetzt und mir gesagt: ‚Nie wieder, das ist jetzt‘“, spielt das Lied weiter. Der iPad-Bildschirm spiegelt sich in ihrer Brille, doch man erkennt nicht, was sie da schreibt. Dann macht Oma sich auf, mit roter Strickmütze mit Zipfelchen und Winterjacke, im Bus schaut sie ernst aus dem Fenster in die Ferne. „Du bist jetzt schon ‘ne ganze Weile fort, doch ich wünsche mir ein letztes Mal dein weises Ohr, denn wir wählen grade wieder Nazis in den Rat und sich zu wehren, das ist aktuell sehr hart.“
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