Kommunalwahlen wären in einem freiheitlichen Staat die wichtigsten Wahlen mit der höchsten Wahlbeteiligung und den größten Unterschieden zwischen den Parteien. Im deutschen Staat sind Kommunalwahlen das Gegenteil davon. Es ist schwer zu begründen, warum man als Bürger bei diesen Veranstaltungen wählen gehen sollte.
Schon der Gang zum Wahllokal bei EU-, Bundestags- und Landtagswahlen ist aus individuell-rationaler Sicht kaum zu rechtfertigen. Ein doch vorhandener Zeitaufwand steht einer kaum messbaren Relevanz der eigenen Stimme gegenüber. Selbst bei den historisch knappsten Wahlen machte wohl nie eine einzelne Stimme den Unterschied. Zugegeben, als die FDP 2019 mit 5,0005 Prozent der Zweitstimmen in den Landtag einzog, machten sechs Wählerstimmen den Unterschied, aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.
Der NRW-Wahlkampf wurde ohne inhaltliche Thesen bestritten
Bei jeder normalen Wahl lässt sich die Stimmabgabe des Individuums mit der statistischen Relevanz eines Kirchenbesuchs vergleichen. Wie beim Kirchenbesuch geht es in Wahrheit nicht um verantwortungsethische Weltveränderung, die ohnehin erwartungsgemäß außer Reichweite liegt, sondern vielmehr um Gemeinschaftsgefühl, Selbstbestätigung, Ritual und Tradition.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











