Es geht um Millionen verbrannter Masken und Milliarden verbranntes Steuergeld: Die Maskendeal-Affäre ist in Form eines explosiven Sonderermittlungsberichts zurück – und sie hat das Zeug, nicht nur dem ehemaligen Gesundheitsminister Jens Spahn, sondern auch seiner Partei, der CDU, gefährlich zu werden. Die will der Öffentlichkeit vorenthalten, zu welchen Erkenntnissen das Ministerium rund um die Maskendeals gekommen ist und möglicherweise auch, welches Fehlverhalten vorliegt.
Es sind Zahlen, die politischen Sprengstoff bergen: 5,9 Milliarden Euro gab der Bund unter Jens Spahn in der Pandemie für Schutzmasken aus – viele davon wurden später verbrannt. 2,3 Milliarden Euro fordern nun Dutzende Händler vom Staat zurück, weil ihre Lieferungen trotz mündlicher Zusagen nicht abgerufen und auch nicht bezahlt worden sind.
Allein eine E-Mail von Spahn, hemdsärmelig formuliert, könnte den Steuerzahler 287 Millionen Euro kosten – plus Zinsen. Weitere 749 Millionen Euro flossen an eine Schweizer Firm namens Emix Trading, vermittelt über CSU-Connections. Und auch bei der Qualitätskontrolle wurde großzügig weggesehen: Fast die Hälfte – 48 Prozent – der gelieferten Masken soll laut TÜV mangelhaft gewesen sein. Diese Zahlen stammen aus einem 170 Seiten starken Bericht der Sonderermittlerin Margaretha Sudhof, über den der Spiegel detailreich berichtet.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











