Selbst besonders aufmerksamen Beobachtern fällt es dieser Tage schwer, angesichts der Vielzahl militärisch bedeutsamer Meldungen einen Überblick zu bewahren. Zuweilen wird die Medienlandschaft selbst zu einem unübersichtlichen Schauplatz epochaler Schlachten, über dem mal mehr, mal weniger ein griesgrämiger, grauer Pulverdampf schwebt.
Inmitten dieser Nebelschwaden haben sich zwei Meldungen heldenhaft nach oben gekämpft, die von besonderer Bedeutung sind. Nicht zuletzt, weil es um eine Menge Geld geht. Zum einen erhöht die NATO, so der weitestgehend einhellige Beschluss, ihr rüstungspolitisches Ausgabenziel auf 3,5 Prozent, wie es viele Experten erwartet haben. Zum anderen kam ein renommiertes Kieler Institut zu dem Schluss, dass die Ausgaben aus dem ursprünglichen Sondervermögen bislang recht wirkungslos zu sein scheinen.
Zwei Transportflugzeuge vom Typ Airbus A400M der Luftwaffe stehen auf dem Fliegerhorst Wunstorf in der Region Hannover.
Krieg und Geld, das ist schon mehr eine Binsenweisheit als echtes Allgemeinwissen, die gehören zusammen. Einerseits lässt sich mit dem Rüstungsgeschäft ein hübsches Sümmchen verdienen, insbesondere dann, wenn man schon zu Beginn der Ereignisse ein paar Euro übrig hat, die man investieren kann – ansonsten eher nicht so. Andererseits kosten bewaffnete Konflikte auch eine Menge Geld. Waffen, insbesondere solche, die man als zeitgenössisch bezeichnen kann, sind aufwendig zu produzieren.
Benutzt man sie nicht, muss man sie irgendwann entsorgen oder sie kommen aus der Mode. Mit viel Glück bekommt man auf dem Gebrauchtmarkt noch etwas dafür, vor allem, wenn man bei potenziellen Käufern nicht so genau hinschaut. Setzt man sie selbst ein, gehen sie dabei in den meisten Fällen kaputt. So oder so muss man sich einen Krieg, oder so etwas Ähnliches, also leisten können – und wollen. Im jüngeren Menschheitsgedächtnis enden große Auseinandersetzungen zwar mit Sieg oder Niederlage, doch für einen recht kräftigen Teil der Geschichte gingen Kriege nicht selten schlicht und ergreifend deshalb zu Ende, weil einem das Geld ausging. Zumindest davor müssen sich die Deutschen der Berliner Republik aber nicht fürchten.
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