Eigentlich sollte in Spanien das erste Atomkraftwerk 2027 abgeschaltet werden. Nun jedoch fordern die Betreiber des Kraftwerks Almaraz eine Laufzeitverlängerung bis 2030. Die Kernkraft sei ein „Schutzschild gegen Blackouts“, sagte der Mehrheitseigentümer Iberdrola laut FAZ. Iberdrola und die Eigentümer Endesa und Naturgy wollen einen offiziellen Antrag auf Laufzeitverlängerung beim Energieministerium stellen, wie Reuters berichtet. Dazu haben sie laut dem spanischen öffentlich-rechtlichen Sender RTVE bis zum 1. November Zeit.
Die Laufzeit des Kraftwerks Almaraz I geht bis zum 1. November 2027. Auch die Laufzeit des zweiten Kraftwerks, das bis Ende Oktober 2028 laufen soll, soll laut Wunsch der Betreiber verlängert werden, wie RTVE berichtet. Weitere Kraftwerke sollen 2030, 2032 und zuletzt 2035 vom Netz gehen. Der Atomausstieg in Spanien wurde 2019 unter dem Ministerpräsidenten Pedro Sánchez beschlossen. Als Vorbild galt der Atomausstieg in Deutschland unter Merkel. Spanien gehört innerhalb der EU zu den Mitgliedsstaaten, die sich weigern, die Atomkraft als nachhaltig einzustufen.
Die spanische Regierung soll sich dazu bereit zeigen, über eine Laufzeitverlängerung zu reden, sofern einige Bedingungen erfüllt werden. Konkret sollen die Kraftwerksbetreiber dafür sorgen, dass die Kraftwerke sicher sind, es eine gesicherte Stromversorgung gibt und keine Mehrkosten für die Steuerzahler entstehen.
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